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Was ist Bewusstseinsarbeit?

Veränderung beginnt im Bewusstsein eines jeden Einzelnen. Und wenn wir uns einen Wandel in unserem Leben und unserer Gesellschaft wünschen, dann hilft es, zunächst zu erkennen und zu verstehen, was konkret uns in Unruhe oder Anspannung, Sorgen oder Ängste, Frustration, Ärger und Trauer versetzt. Dabei ist uns unser Verstand, der rationalisiert, analysiert und reflektiert, ein hilfreiches Werkzeug.

Allein mithilfe der Ratio können nicht die relevanten Aspekte und Facetten ins Bewusstsein treten, die für eine nachhaltige Veränderung gebraucht werden. Ausschließlich auf der kognitiven Ebene ist es nicht möglich, tiefere Gefühlsschichten aufzudecken und die Ursachen zu lösen, die dafür essentiell sind.

Damit sich persönliche begrenzende Muster im Fühlen, Denken und Handeln sowie hinderliche Prägungen und Grundeinstellungen dauerhaft lösen können, ist es nötig, das eigene Gefühl zu verändern, das in Verbindung mit spezifischen Situationen, Personen oder Ereignissen steht. Spirituelle Hypnose und Meditation unterstützen dabei.

Durch die Kombination des eigenen Erkennens und gefühlsmäßigen Erlebens kann ein Bewusstseinswandel geschehen, der über das eigene Ego hinausgehend zu einer positiven Neuformierung führt.

Bewusstseinsveränderung ist ein fortlaufender Prozess mit dem Ziel, die geistige Haltung von Gewahrsein, Achtsamkeit und Mitgefühl in jedem Moment unseres Alltags einzubeziehen. Dieser ist nie vollständig abgeschlossen, weil es in immer feinere, tiefere Schichten eigener Wahrnehmung und Bewusstheit geht.

Hingabe an das, was ist

In dem wir vergangene negative Erlebnisse und Erfahrungen wirklich tiefgehend verarbeiten, die jetzigen und zukünftigen Lebensumstände annehmen und uns immer wieder erlauben, alle Gefühle zu spüren, die zu unserem Menschsein gehören (Angst, Trauer, Wut, Schuld, Scham), können wir üben, uns in unaufgeregter Form, mit innerem Vertrauen und Wissen hinzugeben an das, was ist.

Echte Hingabe erfolgt in dem Bewusstsein, dass wir selbst die Veränderungen herbeiführen können, die für unsere nächsten Schritte nötig sind. Die Gegebenheiten also nicht hinnehmen und uns als Opfer der Umstände oder anderer Menschen sehen, sondern selbst die bewussten Akteure bleiben. In dem Wissen, dass wir die Lösungen und nötigen Informationen bereits ins uns tragen.
Gefühle und Momente wie Unsicherheit, Zweifel und Angst oder Hoffnungs- und Hilflosigkeit bleiben Teil unseres Lebens. Hingabe impliziert, Vertrauen zu haben in unser wahres Selbst. Und damit in unsere innere Führung und stetige Handlungs- und Wandlungsfähigkeit. Kontinuierliche Bewusstseinsarbeit im Tempo des eigenen Prozesses erinnert uns immer wieder daran und ermöglicht, eine wache, klare und starke innere Haltung zu entwickeln und zu bewahren. Auch wenn äußere Umstände und Ereignisse turbulent und destruktiv sein mögen.

Ein neues Erleben des Selbst erhalten und bewahren

Wenn von Selbstrealisierung, Selbstentfaltung oder Potenzialentfaltung im Zusammenhang mit Bewusstseinsarbeit gesprochen wird, meint dies nicht das Streben unseres Egos nach Ruhm, Reichtum und Macht, Erfolg oder äußerer Anerkennung.

Selbstverwirklichung bedeutet, zu erkennen und nach und nach zu erfahren und zu erleben, dass unser echter Wesenskern ein Funke und ein Teil universellen Bewusstseins ist. Jeder Mensch entstammt dieser allumfassenden und alles durchdringenden Essenz, trägt sie und die damit verbundenen Möglichkeiten in sich und kann in Anbindung mit ihr hier und jetzt wirken.

Wir treten jedoch im Alltag selten bewusst in Verbindung mit diesem Funken in uns, nehmen ihn und unser daraus resultierendes intuitives Wissen nicht wahr oder handeln nicht danach. Dadurch versäumen wir, in unsere ursprüngliche Kraft zu kommen und diese sinnvoll einzusetzen.

In der Realisierung und Potenzialentfaltung unseres „wahren Selbst“ werden Egoschichten gelöst und verändert, die durch Negativeinflüsse wie Verletzungen, Kränkungen, hinderliche Prägungen und Konditionierungen entstanden sind und uns akut in unserer Selbstwerdung im Weg stehen.

Transformation des Egos

Es geht nicht darum, keine negativen Gefühle, keine Bestrebungen, Sehnsüchte oder Verlangen mehr zu haben und das Leben und alle Menschen durchweg harmonisch und gleichmütig zu betrachten. Auch können wir unser Ego nicht auflösen, sondern müssen es Schritt für Schritt transformieren.

Es geht in diesem Prozess um die Reifung und Ausbildung eines gegenwärtigen, achtsamen und mitfühlenden Egos und damit einer starken Persönlichkeit. Unser Ego ist dann in Verbindung und unter Führung der Seele ein ausführender Aspekt, um persönliche Lebensaufgaben kraftvoll in Anbindung mit universellem Bewusstsein zu meistern.

Bewusstseinsarbeit meint das stetige Austarieren und die Prüfung der persönlichen Motive unseres Handelns und Verlangens. Ob wir also einen gefühlten Mangel im Hier und Jetzt überspringen oder kompensieren wollen oder ob die innewohnende Seele der Ausführer ist.

Selbsterfahrung – Selbsterkenntnis – Einsicht

Bewusstseinsarbeit meint die kontinuierliche Wahrnehmung, Unterscheidungsfähigkeit und Überwindung der Ursachen unseres Leids und persönlicher Konstrukte: eigene Unwissenheit, persönlicher Egoismus, Anhaftungen, Abneigungen und Ängste. In der Yogawissenschaft sind dies die 5 Kleshas, die uns daran hindern, zu Selbstverwirklichung zu gelangen. Auch im Buddhismus und anderen spirituellen Richtungen finden wir diese Ursachensammlung.

Was bringt uns die Selbsterfahrung, Selbsterkenntnis und die Gnade tieferer Einsichten in unsere Existenz? Das wonach jeder Mensch vergeblich im Außen strebt: Innere Freiheit und echten Frieden, wahre Freude am Dasein, Klarheit, Fülle, geistigen und materiellen Reichtum, Wohlstand und Gesundheit.
Veränderung beginnt in jedem Menschen selbst, breitet sich dann in Systemen aus und wirkt letztlich gesamtgesellschaftlich und ökonomisch.

Wo genau jeder Mensch in seinem Prozess steht, kann von anderen – zum Beispiel durch einen Therapeuten oder Heiler, Lehrer oder Coach – nicht beurteilt werden. Weil Menschen, auch wenn sie erfahrene spirituelle Akteure sind, immer nur mit Facetten und Teilaspekten in Resonanz zu anderen gehen können. Dabei können subjektive Interpretationen, Projektionen ihrer eigenen Themen, blinden Flecken und hinderlichen Programme nie vollständig ausgeschlossen werden. In Abhängigkeit mit ihrer eigenen Persönlichkeitsstruktur und Bewusstseinsqualität können sie aber in wichtigen Zeiträumen nötige Impulse und Inspiration geben. Und sind in dem Moment, in dem sie aus ihrem echten Wesenskern heraus agieren, wahre Helfer im persönlichen Aufschwung.

Es ist die eigene aufrichtige, disziplinierte und geduldige Bewusstseinspraxis, die einen fortlaufenden Erkenntnis-, Sichtwechsel- und Entwicklungsprozess im Alltag manifestiert. Dieser geht immer mit dem eigenen Ringen und dem persönlichen Erleben jedes Einzelnen einher. Um keine Verwirrungen und Missverständnisse zu stiften oder irrelevante Vergleiche anzustellen, ist es angebracht, den persönlichen spirituellen Erlebnissen im Außen nicht zu viel Gewicht beizumessen.

Mehr zum Thema Bewusstseinsarbeit aus spiritueller und wissenschaftlicher Sicht:
Wie das Bewusstsein „Wirklichkeit schaltet“

 

– Dr. rer. nat. Ulrich Warnke, studierte Biologie, Physik, Geografie und Pädagogik. Er arbeitete jahrelang als Universitätsdozent mit Lehraufträgen in Biomedizin, Biophysik, Umweltmedizin, Physiologische Psychologie und Psychosomatik, Präventivbiologie und Bionik.

Bewusstseinsarbeit vereint verschiedenste Darstellungen, Methoden, Übungen und Praktiken. Die von mir angebotene Art der Bewusstseinsarbeit begleitet Sie mithilfe von:

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